Die Werte der Demokratie kennenzulernen und zu erleben hat an der Anna-Freud-Schule in Mainflingen einen hohen Stellenwert. Seit vielen Jahren dürfen die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der SV (Schülervertretung) Klassensprecherinnen und Klassensprecher wählen und wichtige Entscheidungen zur Gestaltung des Schulalltags in den regelmäßig alle vier Wochen stattfindenden SV-Sitzungen mitbestimmen. Auch im Unterricht finden Mitbestimmung und Teilhabe täglich Platz. Im Dezember 2025 reichte der Ethikkurs der vierten Klassen ein ganz besonderes Projekt beim Bundeswettbewerb „demokratisch handeln“ ein: „Ein Koffer voller Demokratie und Kinderrechte“. Der Koffer ist gefüllt mit Büchern, Spielen und Ideen für den Kita- und Grundschulalltag, um auch den Jüngsten in unserer Gesellschaft die Werte der Demokratie spielerisch näher zu bringen. In einem einjährigen Prozess hatten die Ethikschülerinnen und -schüler initiiert durch Ideengeber Torben Henze vom Rotary Club Offenbach-Einhard eine riesige Sammlung an Spielen und Material des Kindermuseums OWL e.V. ausprobiert und evaluiert. Aus ihren „Best-of“ entstanden mit der finanziellen und tatkräftigen Unterstützung des Rotary Clubs 10 kleinere Koffer für Kitas und Grundschulen, die nun im Kreis Offenbach an Schulen und Kindertagesstätten unentgeltlich verliehen werden. Dieses Projekt ist ein wundervolles Beispiel dafür, welch wertschöpfende Ergebnisse aus der Zusammenarbeit von gemeinnützigen Einrichtungen und Schulen sowie Teilhabe von Kindern hervorgehen können!
Für die Teilnahme am Bundeswettbewerb erhielt der Ethikkurs eine lobende Erwähnung der Jury und eine Einladung zum hessischen WERTvoll-Tag in Lollar.
Auch hier kam wieder Demokratie ins Spiel: Um zu ermitteln, welche drei Kinder den Ethikkurs am WERTvoll-Tag vertreten dürfen, entschieden sich die Kinder für eine geheime Wahl. Es wurden Kandidaten aufgestellt, Reden vorbereitet, eine Podiumsdiskussion abgehalten und schlussendlich gewählt. So besuchten am 02. Juni die Ethikschülervertreterinnen Anna, Frida und Nora zusammen mit Schulleiterin Annette Völker und Ethiklehrerin Modesta Schubert den WERTvoll-Tag in Lollar. In einem interviewähnlichen Kurzvortrag durften die drei Viertklässlerinnen ihr Projekt vor vielen anderen Teilnehmern des Bundeswettbewerbs, Vertretern des Kultusministeriums, dem Schulleiter der gastgebenden Clemens-Brentano-Europaschule und dem Bürgermeister von Lollar auf der Bühne präsentieren. Dabei waren sie mit großem Abstand die jüngsten Referentinnen und erfüllten sowohl Schulleiterin Annette Völker also auch Ethiklehrerin Modesta Schubert mit Stolz, als sie selbstbewusst in ihrem mitreißenden Kurzvortrag über die Werte der Demokratie und die positiven Gefühle und Erlebnisse, die sie damit verbinden, erzählten. An einem vom gesamten Ethikkurs gestalteten Stand präsentierten die drei Mädchen anschließend noch die Inhalte des Koffers und spielten Spiele zum Thema Gemeinschaft mit interessierten Zuhörern. „Es war ein rundum wertvolles Erlebnis“, fasst Annette Völker den aufregenden Nachmittag zusammen.
Obwohl die Viertklässlerinnen und Viertklässler zum Jahresende die Anna-Freud-Schule verlassen werden, begibt sich ihr Kofferprojekt auf eine weitere spannende Reise über die Grenzen des Kreises hinaus. So haben sie bereits in jüngsten Jahren ein wertschöpfendes Projekt angestoßen, das hoffentlich in Zukunft noch vielen weiteren Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die tollen Werte der Demokratie ermöglichen wird!
Wir sind stolz darauf, seit dem 15. Mai 2018 – neben unserem Spielezimmer und unserem Kreativraum – auch einen eigenen Experimentierraum nutzen zu können. Dieser wird sowohl im Rahmen des Sachunterrichts der einzelnen Klassen als auch im pädagogischen Ganztagsangebot genutzt.
Ein Überblick über unsere elf Werkstätten:
Wir sind stolz darauf, nun seit dem 15. Mai 2018, neben unserem Spielezimmer und unserem Kreativraum, auch einen eigenen Experimentierraum zu haben.
Wie kam es dazu?
Frau Schneider besuchte am Anfang dieses Schuljahres unseren ehemaligen Lehramtsanwärter Herrn Zange in seiner neuen Schule in Berlin und berichtete begeistert vom dortigen Experimentierraum. So entstand im Kollegium gemeinsam der Wunsch, dies auch an unserer Schule zu verwirklichen.
Im Laufe des Schuljahres bemühte sich unser Förderverein durch Teilnahme an einigen Ausschreibungen und Wettbewerben immer wieder darum, einen finanziellen Grundstock hierfür zu schaffen. Im Januar gelang es – durch das von Frau Völker konzipierte Konzept für einen Experimentierraum –, die ortsansässige Firma ANWR Group für unser Vorhaben zu gewinnen. Die ANWR Kinderhilfe spendete für die Ausstattung 11.500 Euro. Mit dieser gewaltigen Summe konnte eine große Grundausstattung angeschafft werden.
Der Schwerpunkt liegt auf den Experimentierwerkstätten der Firma Merlin. Hier wurde eine Auswahl von zehn Werkstätten angeschafft. So können unsere Schüler:innen nicht nur bauen und planen, sondern auch mit Wasser, Luft, Magnetismus und vielem mehr experimentieren.
Das Besondere an diesen Werkstätten ist der Onlinezugang für alle Lehrer:innen und Schüler:innen. Im Onlineportal können zu allen Werkstätten die zugehörigen Karteien, aber vor allem auch Versuchsvideos angeschaut werden.
Frau Enders unterstützte als Betreuerin der Firma Merlin das Team des Experimentierraums (Frau Heckler, Frau Rah und Frau Völker) tatkräftig beim Einrichten des Raumes und der Durchführung des Projekttages zur Einweihung.
Auch der Kreis Offenbach leistete seinen Beitrag mit zwei Schränken, sechs Laptops und einem WLAN-Anschluss. So gibt es nun im Keller einen Raum mit einer Menge Möglichkeiten zum Forschen, Tüfteln und Experimentieren. In einem Bereich des Raumes können die Kinder eigenständig Materialien erkunden und Versuche durchführen, während man im anderen Teil des Raumes nur gemeinsam mit Lehrkräften aktiv werden kann.
Zur Einweihung erschienen zahlreiche Gäste. Nicht nur Thomas Weil, als Vorstand der Firma ANWR, sondern auch Landrat Oliver Quilling, Landtagsabgeordneter Frank Lortz, Frau Enders (Firma Merlin) und die (ehemalige) Bürgermeisterin Ruth Disser konnte Frau Schneider im offiziellen Teil begrüßen. Auch Herr Herber vom Förderverein und zahlreichen Elternbeiräte waren anwesend. Die Schüler:innen waren alle sehr aufgeregt, denn nach den Eröffnungsreden hatten sie die Möglichkeit, in sechs verschiedenen Räumen einen Großteil der neu angeschafften Experimentierwerkstätten in Kleingruppen auszuprobieren. Von der Kugelbahn über Brückenbauen, Strom, Technik und Magnetismus gab es viel zu tüfteln. So war der Kommentar einiger Schüler:innen:
„Das ist einer der allerbesten Schultage überhaupt!“
Rundum ein gelungener Tag!
Sowohl alle Schüler:innen als auch Lehrer:innen freuen sich darauf, das vielfältige Angebot im Unterricht und im Ganztagsangebot auszuprobieren.
Der Mensch spielt nur,
wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist,
und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.Friedrich Schiller, Sämtliche Werke 1-5 – Ästhetische Erziehung
Pünktlich zum Schulfest am 05. Mai 2012 weihten wir unser neues Spielezimmer ein.
Die Grundausstattung hierfür haben wir mit unserem Konzept zu „Spielen macht Schule“ gewonnen. Um Schüler:innen das Lernen zu erleichtern, haben das TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) in Ulm und der Frankfurter Verein „Mehr Zeit für Kinder“ 2007 die Initiative „Spielen macht Schule“ ins Leben gerufen.
Das Angebot wächst ständig und verfügt über zahlreiche Gesellschafts-, Lern- und Konzentrationsspiele bis hin zu Lego, Playmobil und einem Kaufladen.
Die Resonanz, vor allem die der Kinder, ist nach wie vor überwältigend und oft ist das Zimmer voll mit fröhlich spielenden Schülern und Schülerinnen.